Unsere Stiftung

Der Vorstand

Peter Kinscherff, 1. Vorstand

Peter Kinscherff
1. Vorstand

Maria Kinscherff

Maria Kinscherff

Sarah Peter, stellv. Vorstand

Sarah Peter
stellv. Vorstand

Wie soll ich anfangen? Was hat mich dazu bewogen zusammen mit meiner lieben Frau Maria eine Stiftung gegen Altersarmut und für bedürftige Senioren zu gründen? Ganz einfach, damit Betroffene ein besseres, menschwürdigeres Leben, in Würde und Teilhabe führen können.

Ich kann mich erinnern, dass ich schon als kleiner Junge vielen älteren Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung geholfen habe. Es waren zwar nur Kleinigkeiten wie: Einkäufe erledigen, den Gemüsegarten umgraben, oder das Fahrrad putzen etc. Meiner Meinung nach ist diese Art des Helfens in Vergessenheit geraten. Nach dem Motto: „Keiner denkt an sich, nur ich denke an mich“ gepaart mit einer Art Ellenbogengesellschaft, geht’s dann mit Karacho die Karriereleiter hoch. Diejenigen, die nicht mithalten können, bleiben auf der Strecke – Pech gehabt.

Ich komme selbst aus kleinen Verhältnissen, mein Vater war Wagnermeister, ein Beruf den heute viele schon gar nicht mehr kennen. Meine Mutter war Hausfrau und führte als Nebenerwerb einen kleinen Weinverkaufsladen. Wir hatten zwar ein eigenes Haus, aber Urlaube oder Essen im Restaurant kannte ich nur aus Erzählungen einiger meiner Schulkollegen. Deren Eltern waren Unternehmer, oder anders ausgedrückt, sie waren wie man damals sagte „bessergestellte Leute“, mit Geld eben. So wie unser Altbundeskanzler Gerhard Schröder einmal am Zaun des Kanzleramtes mit den Worten: „Ich will da rein“ gerüttelt hat, so habe ich in meinem Kopf das Ziel verfolgt „ich will da raus“, dass es mir und meiner Familie einmal besser geht. Dieses Ziel habe ich heute (mit viel Arbeit und Fleiß) erreicht. Und dafür bin ich dankbar. Ich danke Gott jeden Tag dafür, dass ich das Glück haben darf, auf der Sonnenseite zu leben. Vielen unserer Mitbürger ist dieses Glück versagt geblieben, auch wenn sie ein Leben lang gearbeitet haben.

Rein zufällig habe ich Anfang 2017 eine Publikation in der Zeitung „Die Zeit“ gelesen, in der stand: „Über 8,6 Mio. Rentner in Deutschland erhielten 2016 eine Altersrente von weniger als 800 € monatlich. Das entspricht einem Anteil von 48 % aller Rentner. Gut 11,3 Mio., also rund 62 % bekamen laut einem Ministeriumsbericht weniger als 1000 €“. Wie empfinden Rentner ihre Situation? Klare Antwort: „Ja, ich bin von Altersarmut betroffen“. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung offenbart, dass in knapp 20 Jahren, 20 % aller Neurentner von der Altersarmut betroffen sein werden. Kann es wirklich sein, dass in einem so reichen Land wie Deutschland, Altersarmut ein Massenproblem wird? Ich habe noch viele weitere Artikel zum Thema „Altersarmut“ gelesen. Auch bei YouTube bin ich fündig geworden, hier sind Filmberichte eingestellt wie: „Traurige Sackgasse für Rentner“, „Altersarmut in Deutschland“, „Aus Hunger geklaut“, „Alt und Arm – 350 € zum Leben“ und „Alt, arm, kriminell. Wenn die Rente nicht reicht“. u.v.m. Diese Publikationen haben in mir etwas ausgelöst. Da kann man nicht einfach wegschauen und so tun, als ginge einem das Alles nichts an. Genau das waren bei mir und meiner Frau die Auslöser, dass wir uns entschlossen haben zu helfen. Und mehr noch, dass wir in der Region wo wir Zuhause sind, wo wir leben, etwas auf den Weg zu bringen und viele Gleichgesinnte in unser Vorhaben mit einzubeziehen, um die Not zu lindern und das Leben für die bedürftigen Menschen lebenswürdiger zu gestalten.

Ich freue mich, wenn Sie uns bei unserem Kampf gegen Altersarmut unterstützen!

Herzlichst Ihr
Peter Kinscherff